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Die Freie Waldorfschule Berlin Mitte e.V. hat im Rahmen der Sanierung ihres Gebäudes im Jahr 2003 eine Solaranlage mit einer Leistung von 34 kWp auf dem Dach installieren lassen. Die Energieberatung Prenzlauer Berg e.V. (EBPB) und das Ingenieurbüro Energiedienstleistung Boysen GmbH (EDL) führten die Voranalysen durch, um die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Energieeinsparung und solarer Stromerzeugung zu kalkulieren. Realisiert wurde das Projekt mit Hilfe eines Contractors, durch dessen Investition die Schule finanziell entlastet wurde.

Der Vorteil des Contracting geht dabei über die rein investive Maßnahme hinaus, da der Contractor
auch die Verantwortung für die Installation und den Betrieb der Energieversorgungsanlage übernimmt. Im Gegenzug erhält der Contractor innerhalb des Projektzeitrahmens die Vergütung für den eingespeisten Solarstrom. Nach Ablauf dieses Zeitraumes geht die Solaranlage in den Besitz der Schule über, ebenso wie die zukünftigen Erträge durch die Einspeisung.

Das von EBPB und EDL entwickelte Maßnahmenpaket in der Projektreihe „Solar & Spar“, sah neben der Installation einer Photovoltaik-Anlage auch die Erneuerung der Heizanlage vor. Die Schule hat zudem das Dach saniert und das komplette Gebäude renoviert. Somit konnten die Energiekosten deutlich gesenkt werden. Ein weiterer großer Vorteil für die Schule ist neben einem Imagegewinn, dass die Schülerinnen und Schüler praxisorientierten Umweltschutz erleben:

Die PV-Anlage wurde mit einem Messsystem ausgerüstet, das die Leistungsdaten der Module erfasst und auswertet. Anhand dieser Daten können die Schülerinnen und Schüler ihre PV-Anlage analysieren und als fachübergreifendes und praxisnahes Unterrichtsthema behandeln. Ziel ist es,  einen kritischen und verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Energieressourcen zu erlernen.

Die PV-Module wurden auf einer Fläche von 475 qm² montiert und können eine Leistung von bis zu 45 kW erreichen. So können jährlich 31.000 kWh erzeugt werden, was ca. 80 % des Stromverbrauches der Schule im Jahr 2001 entspricht. Wird der Solarstrom in das Stromnetz gespeist, zahlt der örtliche Stromversorger für den erzeugten Solarstrom jährlich rund 15.000 €. Das garantiert das Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG). Durch dieses Gesetz refinanziert sich eine PV-Anlage in 20 Jahren.

In Verbindung mit der Heizungsmoderisierung rechnet sich der ökonomische Vorteil nach elf Jahren. Innerhalb dieses Zeitraumes amortisieren sich die Investitionskosten über die eingesparten Energiekosten und den Erträgen der Stromeinsparung.

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