Die Müncheberger Wohnungsgesellschaft hat im Jahr 2000 die Wärmeversorgung ihrer Gebäude auf Contracting umgestellt, was in den Folgejahren zu Heizkostenerhöhung und somit zu Unzufriedenheit der Mieter führte.
Daraufhin wurden mehrere Gutachten erstellt, die die Situation bewerten sollten. Unter anderem wurde die Energieberatug Prenzlauer Berg e.V. im Jahr 2004 von der Müncheberger Wohnungsgesellschaft beauftragt die Heizkosten , Wärmepreise, Modernisierungsumlage und den Einfluss von Leerstand zu analysieren und zu bewerten. Ziel war die Erhöhung der Akzeptanz für Contracting bei den Mietern und faire Vereinbarungen zum Contracting zwischen Mietern und Vermietern.
Die Ergebnisse des Gutachtens der Energieberatung Prenzlauer Berg in der Zusammenfassung: - Die Wärmepreise liegen im Vergleich mit verschiedenen ostdeutschen Stadtwerken im oberen Drittel.
- Beim Vergleich der Heizkosten mit weiteren untersuchten Contracting-Objekten konnten mittlere, akzeptable Heizkosten festgestellt werden, wobei jedoch der Anteil der Nebenkosten überdurchschnittlich hoch war. Der ungewöhnlich hohe Anstieg der Heizkosten von 1999 bis 2001 ist auf eine Überlagerung der Einführung des Contractings mit einem Anstieg der Ölpreise zurückzuführen.
- Die Modernisierungsumlage konnte bei einer Modernisierung im Jahr 1992 aufgrund von Mietobergrenzen nicht vollständig umgelegt werden. Seit dem Wegfall der Mietobergrenze im Jahr 2003 wurde ein weiterer Teil der Kosten umgelegt.
- Bei Leerstand haben die benachbarten Mieter einen höheren Heizenergieverbrauch. Der Vermieter muss neben den Mietausfällen auch die Grundkosten der Heizung tragen.
Ein Teil der Warmmietenerhöhung wird durch die Rücknahme des Anteils der Heizkessel aus der Modernisierungsumlage kompensiert. Die Transparenz aller Kosten ist wichtig für das Verständnis und die Akzeptanz der Mieter hinsichtlich der Bereitstellung von Wärme und Warmwasser durch den Contractor.
[zurück]
 |